Hochbegabte Kinder in der Kita

Förderung (Hoch-) Begabter Vorschulkinder

Statistisch gesehen ist jedes zwölfte Kind höher begabt und jedes 50. Kind hochbegabt. Viele Eltern wissen nicht, wie sie ihr „besonders Kind in seiner Entwicklung adäquat fördern können. 

In den meisten Kitas werden eher die Schwächen als die Stärken der Kinder gesehen und die besonderen Begabungen, wenn überhaupt, oft zu spät erkannt. Erzieherinnen in Kitas sind in der Begabtenförderung  nicht ausreichend qualifiziert und/oder aufgrund von Personalmangel in den Kitas häufig überfordert. 

Das Ziel der vorschulischen Begabtenförderung ist, die Stärken der Kinder weiter zu entwickeln und mit diesen Stärken eventuelle Schwächen zu kompensieren.
Die Förderung wird für jedes Kind individuell, in Zusammenarbeit mit den Eltern, und dem Kind selbst abgestimmt. Schwerpunkte liegen in den kognitiven Bereichen Sprache und Schrift, Mathematik und Naturwissenschaften. Parallel werden kognitive Fähigkeiten wie visuelle Wahrnehmung, Kreativität, logisches Denken, Aufmerksamkeit und Motivation verbessert.

Aufgaben der frühen Förderung sind:

  • Kinder in ihrer Lernbereitschaft und in ihrem Lernverhalten zu unterstützen 

  • Konzentration und Ausdauer durch organisiertes Arbeiten zu fördern  

  • Die Kinder sollen in der Lage sein, eine gestellte und eine selbst gewählte Aufgabe auch über einen längeren Zeitraum konzentriert zu Ende zu führen

Wichtig ist der erste Schritt - ein ausführliches Gespräch mit den Eltern: Was ist auffällig? Welcher Förderbedarf könnte bestehen? Bei einem Folgetermin wird im gezielten Spiel mit dem Kind festgestellt, wie die Begabungssituation sich darstellt. Das Kind erlebt dies als spielerische Situation und nicht als Test! Auf Basis der Beobachtungen wird ein individueller Förderplan speziell für Ihr Kind entwickelt. Im Mittelpunkt der gezielten Förderung stehen Spaß und Spiel!

 Begabtenförderung zeichnet sich durch Materialvielfalt und methodische Kombinationen aus.

Top 10 der beliebtesten Methoden und Materialien

Nikitin - Material

Montessori - Material

Alpha - Konzept

Marburger Konzentrationstraining für Vorschulkinder

LÜK – Kästen 

Experimente

Bilderbücher

Förderspiele bezüglich (Wissen, Konzentration, Lesen, Schreiben, Rechnen, Wahrnehmung) 

Gespräche (Lösungsorientiertes Coaching)

Ich schaff´s - Programm

Kinder lieben Lernen

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"Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern"

– Henry Ford

 

Bildung ist heute mehr denn je der Schlüssel zum Erfolg. Aber was sind eigentlich gebildete Kinder? Wunderkinder mit Einser-Schnitt? Und wie wird ein Kind gebildet? Durch fleißiges Lernen? 

Heerscharen von Pädagogen erforschen, was erfolgreiche Menschen anders machen als weniger erfolgreiche. Ein Ergebnis: Reines Pauken ist es schon mal nicht, das haben Wissenschaftler der Universität Pennsylvania herausgefunden. In einem Langzeitprojekt hat das Forscherteam um den Psychologen Martin Seligmann eine Reihe von Studien zum Erfolg von Lernprogrammen aus den vergangenen 20 Jahren mit Daten von mehr als 2000 Kindern ausgewertet. Ihre Erkenntnis: Wichtiger als das Einpauken des Lernstoffs, ist die innere Haltung. Kinder, die positiv denken und selbstsicher an neue Aufgaben herangehen, lernen besser als andere. Denn sie können ihre Stärken und Fähigkeiten besser einschätzen. Das hilft ihnen, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren, Probleme realistisch zu sehen und gelassener mit Stress umzugehen.

Doch nicht nur die innere Einstellung, auch die Fähigkeit sich zu konzentrieren ist ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Lernen. Aufmerksamkeit und Konzentration stellen entscheidendes Kapital für das Gelingen dar und werden im Verlaufe der normalen Entwicklung eines Kindes, wenn es in Ruhe spielen darf und keiner übermäßigen Reizüberflutung ausgesetzt ist, ganz von selbst trainiert. Diese Erkenntnis bestätigt der Mediziner Joshua Breslau von der Universität Kalifornien. Er und sein Team haben in einer Langzeitstudie Daten aus Beobachtungen von Erziehungsstilen und Lernstandserhebungen von über 700 Kindern von der Kindergartenzeit bis zum 17. Lebensjahr ausgewertet. Das Ergebnis: Kinder, die bereits in frühem Alter Aufmerksamkeitsschwächen zeigten, wurden diese während ihrer gesamten Schullaufbahn nicht mehr los – entsprechend schlecht fielen ihre schulischen Leistungen aus. Guten Schülern dagegen fiel es leicht, sich zu fokussieren und ihre Gedanken zu ordnen. PädagogInnen, so die US-Forscher, sollten daher frühe Anzeichen für Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen unbedingt ernst nehmen und der Ursache auf den Grund gehen: 

  • Langweilt sich das Kind in der Kita? 
  • Wie ist die Situation zu Hause, gibt es genügend Freiräume, um sich in Ruhe mit einer Sache zu beschäftigen? 
  • Wird gelesen und genug gespielt? Oder stehen Computer- und TV-Konsum im Vordergrund? 

Das Wichtigste für „erfolgreiche Kinder“ ist: Sie sind neugierig und haben Freude am Ausprobieren, Erforschen und damit am Lernen. Sie lernen nicht, weil sie müssen, sondern, weil sie wollen. Sie schöpfen ihre Potenziale aus und bringen sie zur Entfaltung und wenn sie auf ihren Interessensgebieten begeistert lernen, strahlt das auch auf Bereiche aus, die sie weniger mögen. 

Mit Intelligenz, Begabung und Bulimielernen allein ist es also nicht getan, denn Motivation und Einstellungen spielen eine äußerst wichtigere Rolle. Versagensangst und Desinteresse etwa können das Lernen behindern, während Zähigkeit, Leidenschaft und eine positive Haltung zu den eigenen Fähigkeiten extrem lernförderlich sind. 

So vermitteln gute PädagogInnen Kindern Selbstbewusstsein und eine positive Lebenseinstellung: 

  • Nehmen Sie Kinder ernst 
  • Interessieren Sie sich für ihre Wünsche, Träume und Sorgen 
  • Zeigen Sie ihnen, dass Sie an sie glauben und dass sie wertvolle Menschen sind, unabhängig von jeglicher Leistung 
  • Unterstützen Sie die Interessen der Kinder 
  • Fördern Sie selbstentdeckendes Lernen und ermutigen Sie Kinder, Neues auszuprobieren

Kinder brauchen viele Freiräume, um sich selbst auszuprobieren. Deshalb ist es wichtig, dass sie lernen, eigenständig zu arbeiten. Es genügt, wenn Sie Unterstützung anbieten – aufdrängen müssen Sie sie nicht. Eingreifen ist nur dann nötig, wenn Konzentrationsstörungen oder andere Probleme auftreten.